OBS-Mitte Wilhelmshaven

"Bildungsbeitrag des Faches Gestaltenes Werken

Das Fach Gestaltendes Werken an Oberschulen befasst sich mit Phänomenen aus Natur, Kultur, Kunst, Design, Architektur, Handwerk und Technik. Es eröffnet Schülerinnen und Schülern einen wahrnehmungs- und gestaltungsbezogenen Zugang zu sich und ihrer Welt. Durch die handelnde Auseinandersetzung in Werkprozessen werden Produkte und Objekte aus der vom Menschen geschaffenen Gegenstandswelt nach ästhetischen, funktionalen und symbolischen Aspekten gestaltet.

Dabei werden die Motivation, Neugier, Experimentierfreude und Fantasie der Schülerinnen und Schüler genutzt, um Freude an der eigenen Gestaltung zu empfinden und im kreativen Tun die Lebenswelt als gestaltbar zu erfahren. Persönliche Neigungen und Fährigkeiten werden erkannt, Handlungskompetenzen erworben, Konzentration und Ausdauer gefördert.

An lebensnahen, alters- und entwicklungsgemäßen Unterrichtsinhalten werden grundlegende Kompetenzen - ausgehend von der Wahrnehmung - anschaulich und handlungsorientiert erworben sowie individuelles Gestaltungsvermögen erweitert. Die Werkprodukte werden zunehmend selbstständig konzipiert, realisiert und reflektiert. Die eigene Handlungsfähigkeit wird dadurch stärker erlebt als im Umgang mit kognitiven Inhalten. Durch das Erleben der Selbstwirksamkeit wiederum wird das Selbstwertgefühl der Schülerinnen und Schüler gestärkt, die Anbahnung und Förderung personaler wie sozialer Kompetenzen positiv beeinflusst.

 

Werkschaffende ästhetisch-gestalterische Handlungenmit Werkstoffen und Werkzeugen sind für den gestaltenden Werkunterricht konstitutiv, verknüpfen Fachwissen, Erkenntnisse durch Gestalten sowie Beurteilen des Werkprozesses und der Werkstücke. Durch diese Handlungen entwickeln die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen des räumlichen Vorstellungsvermögens sowie des vernetzenden Denkens.

 

Sie erarbeiten Gestaltungskriterien und reflektieren und beurteilen Produkte und Objekte unter den Aspekten des Gebrauchswertes, der Formgebung, der ästhetischen Gestaltung oder der Ökologie. Im Rahmen der Reflexion entwickeln die Schülerinnen und Schüler zunehmend Toleranz gegenüber anderen Ausdrucksformen.

 

Die im Werkprozess gewonnenen Erkenntnisse beinhalten auch den ökonomischen Umgang mit Zeit, Energie sowie Werkstoffen und berücksichtigen Aspekte der Nachhaltigkeit. Das Fach Gestaltendes Werken thematisiert soziale, ökonomische, ökologische und politische Phänomene und Probleme der nachhaltigen Entwicklung und trägt dazu bei, wechselseitige Abhängigkeiten zu erkennen und Wertmaßstäbe für eigenes Handeln sowie ein Verständnis für gesellschaftliche Entscheidungen zu entwickeln.

 

Gestaltungsprozesse und Arbeitsergebnisse können exemplarisch mithilfe zeitgemäßer Technologien und Medien dokumentiert und präsentiert werden. Das Profil des Faches Gestaltendes Werken bietet die Chance, projektorientiert und fächerübergreifend zu arbeiten und außerschulische Lernorte zu nutzen, um kulturhistorische Kontexte einzubeziehen. Im Rahmen individueller Schwerpunktsetzung leistet das Fach Gestaltendes Werken durch kreatives, handwerkliches Gestalten einen gezielten Beitrag zur beruflichen Orientierung." [1]

 

Ansprechpartner:

Herr Meile (Fachleiter Gestaltenes Werken)

 


[1] Niedersächsisches Kultusministerium (2012): Kerncurriculum für die Oberschule. Gestaltenes Werken.      Niedersachsen. Hannover: Niedersächsisches Kultusministerium S.5

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